Ernährungslüge #12: Brauner Zucker ist besser als weißer Zucker

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Die braune Farbe des Zuckers kann durch Erhitzen von weißem Zucker erfolgen. Man nennt das karamellisieren. Oder es kann sich um nicht behandelten, unraffinierten Rohrzucker handeln.

Während auf der Hand liegt, dass karamellisierter weißer Zucker nicht besser als weißer Zucker ist, wird oft behauptet, dass brauner, unraffinierter Zucker gesünder als weißer Zucker ist.

Das ist nicht so! Die aktuelle Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) lautet, den täglichen Zuckerkonsum auf 25g zu beschränken. Das ist weniger als 1/3 des aktuellen durchschnittlichen Verbrauchs pro Person.

Sind denn 25g brauner Zucker gesünder als 25g weißer Zucker?

Es gibt tatsächlich winzige Unterschiede im Vitamin- und Mineralstoffbereich. Beispielsweise enthält brauner Zucker pro 25g 13,8mg Calcium und 22,5mg Kalium, während weißer Zucker nur 0,3mg Calcium und 0,5mg Kalium enthält. Angesichts der Tatsache, dass wir pro Tag 1000mg Calcium und 4000mg Kalium zu uns nehmen sollten, fallen diese Unterschiede nicht ins Gewicht. Ähnlich sieht es bei den Vitaminen B1 und B2 aus. Aus diesem Grund wird Zucker, egal ob weiß oder braun, auch als „leeres“ Kohlenhydrat bezeichnet.

Eine gesunde Kohlenhydrat-Alternative zu den „leeren“ Zuckerkohlenhydraten ist Vollkorn.

25g Kohlenhydrate sind beispielsweise in 65g Vollkornbrot oder 45g Vollkornhaferflocken enthalten. Gleichzeitig wird aber im Vergleich zu 25g Kohlenhydraten aus Zucker eine Vielzahl an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen in nennenswerten Mengen plus Ballststoffe geliefert.

Fazit:

Brauner Zucker ist nicht besser als weißer. Besser als brauner und weißer Zucker sind Vollkornprodukte.

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